R. Kellys Tochter Buku Abi spricht über Heilung – während ihr Vater aus dem Gefängnis einen Remix veröffentlicht

Die jüngsten Schlagzeilen aus den USA zeichnen ein bemerkenswert kontrastreiches Bild der Familie Kelly: Während Buku Abi in Interviews und Dokumentationen offen über Trauma, Heilung und Verantwortung spricht, meldet sich R. Kelly selbst mit einem überraschenden Gefängnis‑Remix eines Chris‑Brown‑Songs zurück. Die US‑ und UK‑Medien berichten breit über beide Entwicklungen – und zeigen, wie unterschiedlich Vater und Tochter heute mit der Öffentlichkeit umgehen.

Buku Abi: Zwischen Trauma, Glaube und Verantwortung

R. Kelly (Foto: Hensel / rap2soul)

In einem vielbeachteten Gespräch in Reginae Carters Show Heir Time beschreibt Buku Abi, wie sie ihren Weg aus psychischen Krisen, Selbstverletzung und jahrelanger Stille gefunden hat. Sie spricht offen über die Folgen des Missbrauchs, den sie in der TVEI‑Dokureihe R. Kelly’s Karma: A Daughter’s Journey schildert.

Abi betont, dass sie trotz der schweren Vorwürfe und ihrer eigenen traumatischen Erfahrungen weiterhin Liebe für ihren Vater empfindet – jedoch ohne die Taten zu relativieren. „Ich liebe meinen Vater … aber ich halte Menschen für ihr Handeln verantwortlich“, sagt sie in mehreren US‑Interviews.

Gleichzeitig beschreibt sie, wie sie über Jahre mit Suizidgedanken, Klinikaufenthalten und Substanzkonsum kämpfte, bevor sie neue Stabilität durch Therapie, Spiritualität und persönliche Grenzen fand.

Die britischen und US‑Medien – darunter People, TheGrio, Yahoo Entertainment und Primetimer – heben hervor, wie reflektiert und differenziert Abi über die komplexe Beziehung zu ihrem Vater spricht. Sie fordert Verständnis für ihre Familie ein und macht deutlich, dass Heilung kein linearer Prozess ist.

R. Kelly veröffentlicht Gefängnis‑Remix – und sorgt erneut für Diskussionen

Parallel dazu sorgt R. Kelly selbst für Schlagzeilen: Über einen Gefängnistelefon‑Call nahm er einen Remix von Chris Browns „Residuals“ (in einigen Blogs fälschlich als „It Depends“ bezeichnet) auf – und Chris Brown gab dem Beitrag öffentlich seinen Segen.

Der Remix wurde von Produzent Rodney East veröffentlicht und zeigt Kelly, wie er über seine Haftbedingungen, finanzielle Streitigkeiten und seine Sicht auf die Justiz singt.

US‑HipHop‑Medien wie Hot97 und HipHopDX berichten, dass Kelly in dem Remix behauptet, er verdiene seine Haftstrafe nicht und seine Musik werde ohne angemessene Vergütung weiterverwertet. Branchenkollegen wie Tyrese oder Mitglieder von SWV lobten den Beitrag öffentlich.

Ein Vater im Gefängnis, eine Tochter auf dem Weg der Heilung

Die parallelen Schlagzeilen zeigen zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten: – Buku Abi, die versucht, Trauma zu verarbeiten und ihre eigene Identität jenseits des Kelly‑Namens aufzubauen. – R. Kelly, der weiterhin aus der Haft heraus musikalische Statements setzt und seine Unschuld betont.

Für die Öffentlichkeit entsteht ein vielschichtiges Bild einer Familie, die zwischen Verantwortung, Schmerz, Loyalität und öffentlicher Wahrnehmung navigiert. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2964 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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