Ein neues Video aus Miami sorgt international für Entsetzen: Die rechtsextremen Influencer Andrew Tate, Nick Fuentes, Sneako, Myron Gaines, Tristan Tate und weitere Akteure der sogenannten „Manosphere“ wurden dabei gefilmt, wie sie in einem Partybus und später im Club Vendôme zu Kanye Wests verbotenem Song „Heil Hitler“ feiern. Der Track wurde 2025 wegen antisemitischer Inhalte und der Verherrlichung Adolf Hitlers von allen großen Streamingplattformen verbannt.

Die Aufnahmen zeigen die Gruppe auf dem Weg zu einem Nachtclub in einem Luxusbus, während der Song lautstark läuft. Im Club selbst sollen laut mehreren Medienberichten Nazi-Gesten gezeigt und die extremistischen Lyrics mitgegrölt worden sein. Besonders brisant: Der Track enthält Originalsamples aus Hitler-Reden und wurde weltweit kritisiert, in Deutschland ist seine Verbreitung strafbar.
US- und internationale Medien wie AllHipHop, Times of Israel, India Today, Times Now News und JFeed berichten übereinstimmend, dass die Gruppe den Song aktiv beim Club angefordert hat – und dass der Club ihn ohne Eingreifen abspielte. Erst nach Veröffentlichung der Videos distanzierte sich der Club und kündigte eine interne Untersuchung an.
Die beteiligten Influencer sind seit Jahren für extremistische Inhalte bekannt. Nick Fuentes ist ein Holocaustleugner und White-Nationalist, der Hitler mehrfach öffentlich gelobt hat. Andrew Tate steht wegen misogynen Inhalten und schwerer Vorwürfe in der Kritik. Sneako und Myron Gaines verbreiten regelmäßig antisemitische Verschwörungserzählungen.
Der Vorfall zeigt, wie normalisiert extremistische Symbolik in bestimmten Online-Milieus geworden ist. Während Kanye Wests Song weltweit verboten wurde und sogar zu Visa-Entzügen führte – etwa in Australien –, verbreitet sich das Material weiterhin über Social Media. Dass prominente Influencer es nun als Party-Soundtrack nutzen, markiert eine neue Eskalationsstufe.
Besonders alarmierend: In den Videos ist kein Widerstand im Club zu sehen. Menschen tanzen weiter, als wäre es ein gewöhnlicher Track. Für Expert*innen ist das ein Zeichen dafür, wie gefährlich die Verharmlosung antisemitischer Inhalte geworden ist – und wie schnell sie aus Online-Subkulturen in reale Räume überschwappen können.
Der Skandal löst weltweit Empörung aus – und zeigt erneut, wie eng Popkultur, Social Media und extremistisches Gedankengut inzwischen verwoben sind. | mit KI
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