Yakary provoziert mit neuer Single „Shirin David“ – und sorgt für Kopfschütteln im Deutschrap

Yakary bleibt seiner aktuellen Eskalationsphase treu. Der Rapper, der in den vergangenen Wochen bereits gegen Capital Bra, PA Sports, Mucco, 18 Karat und sogar KC Rebell ausgeteilt hat, veröffentlicht nun einen Track mit dem Titel „Shirin David“. Doch wer erwartet, dass der Song sich inhaltlich mit der Künstlerin beschäftigt, liegt falsch. Laut Raptastisch wird Shirin David im gesamten Song nur in einem einzigen Satz erwähnt – und der sorgt für die Schlagzeile: „Ich frag Shirin David, ob sie mir Söhne macht.“

Der Rest des ersten Parts ist ein wilder Rundumschlag gegen Capital Bra und die Polizei. Yakary wirft Capi erneut vor, mit Behörden zu kooperieren, und setzt seine bekannte Anti-Polizei-Rhetorik fort. Die Zeilen sind aggressiv, persönlich und bewusst provokant – ein Stil, der Yakary zuletzt immer stärker geprägt hat.

Kurios wird es im zweiten Part: Statt neue Lines zu liefern, recycelt Yakary einen älteren Disstrack-Part gegen 18 Karat. Laut Raptastisch wirkt es, als hätte der Rapper entweder vergessen, dass er die Lines bereits veröffentlicht hat, oder als sei er schlicht zu bequem, neues Material zu schreiben.

Shirin David (Foto: 2025 Universal / Amber Asaly)
Shirin David (Foto: 2025 Universal / Amber Asaly)

Der Tracktitel „Shirin David“ bleibt damit weitgehend irreführend. Die Künstlerin selbst spielt im Song praktisch keine Rolle. Vielmehr nutzt Yakary ihren Namen als Aufmerksamkeitsmagnet – ein Muster, das im Deutschrap nicht neu ist, aber selten so offensichtlich ausfällt.

Yakarys Strategie scheint klar: maximale Provokation, maximale Reichweite. Ob das langfristig funktioniert oder ob sich die Szene zunehmend von ihm abwendet, bleibt abzuwarten. Fest steht: Mit dieser Single hat er erneut für Gesprächsstoff gesorgt – wenn auch nicht unbedingt für musikalische Qualität. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2963 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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