YoungThreat nach „GNX“-Durchbruch: Mordanklage stoppt Karriere des LA-Rappers

Der aus Los Angeles stammende Rapper YoungThreat, der 2024 durch seinen Auftritt auf Kendrick Lamars Überraschungsalbum GNX internationale Aufmerksamkeit erhielt, steht vor schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfen. Wie mehrere US‑Medien berichten, wurde der 25‑Jährige bereits am 16. Dezember festgenommen und sieht sich nun einer Anklage wegen Mordes, versuchten Mordes sowie weiterer Waffen- und Gewaltvergehen gegenüber.

Rap-Casting (KI-Bild)
Rap-Casting (KI-Bild)

Laut den vorliegenden Gerichtsdokumenten soll YoungThreat – bürgerlich Deonta Simuel – mit einer Schießerei am 14. Oktober in Kalifornien in Verbindung stehen. Die Behörden werfen ihm vor, auf eine bewohnte Immobilie oder ein Fahrzeug geschossen zu haben. Zusätzlich wird ihm der Besitz einer Schusswaffe als vorbestrafter Täter zur Last gelegt. Der Rapper hat in allen Punkten auf nicht schuldig plädiert.

Besonders brisant: Entgegen kursierender Gerüchte über eine angebliche Kaution in Millionenhöhe gibt es keine Möglichkeit auf Freilassung gegen Kaution. YoungThreat bleibt bis auf Weiteres in Haft, wie Complex berichtet. Sein nächster Gerichtstermin ist für den 22. Januar angesetzt.

Vom lokalen Talent zum globalen Spotlight – und abrupten Absturz
YoungThreat galt als einer der vielversprechenden neuen Stimmen der Westküsten-Szene. Seit seinem Debütprojekt Chucks Laced (2019) arbeitete er sich Schritt für Schritt nach oben. Der große Moment kam 2024: Kendrick Lamar holte ihn für den Titeltrack „GNX“ an die Seite von Peysoh und Hitta J3. Der Song erreichte Platz 24 der Billboard Hot 100 und verschaffte YoungThreat erstmals weltweite Sichtbarkeit.

Nach dem Feature veröffentlichte er die Projekte It Gets Greater Later (2024) und Reincarnated (2025), die seine Position in der LA‑Raplandschaft weiter festigten. Tracks wie „Cujo“, „She Bouje“ oder sein Feature auf „Out On Bail“ machten ihn zu einem Namen, den viele A&Rs auf dem Radar hatten.

Doch die aktuellen Vorwürfe stellen seine Karriere abrupt infrage. Weder sein Management noch sein Umfeld haben bislang Stellung genommen. Auch die Behörden halten sich mit Details zum mutmaßlichen Tatgeschehen zurück.

Während die Ermittlungen weiterlaufen, bleibt YoungThreat in Haft – und die Rapwelt blickt gespannt auf die nächsten Entwicklungen eines Falls, der einen aufstrebenden Künstler im Moment seines Durchbruchs stoppt. | mit KI

Über Jörg Wachsmuth 2819 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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