Miguel – Kaleidoscope Dream

Miguel ist der wohl erfolgreichste männliche R&B-Newcomer der letzten fünf Jahre. Drei Nummer-eins-Hits in nur weniger als zwei Jahren. Ausverkaufte Tournéen. Und den höchsten Lob von den Kritikern. Miguel wird teilweise als der neue Prince gefeiert. Ganz soweit sollte man nun nicht gehen.
Aber sein Hype ist auf jeden Fall berechtigt. Nach seinem Debütalbum All I Want Is You, einem Slow-Burner in den US-Charts folgt nun sein zweites Studioalbum, welches in drei Teilen veröffentlicht wurde. Die Platte trägt den klangvollen Titel Kaleidoscope Dream.
Der US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln lädt uns also ein Teil, seiner komplexen Träume zu sein. Und diese hören sich sehr gut an. Miguel hat es zu seiner Aufgabe gemacht R&B neu zu erfinden und dennoch alte Elemente zu integrieren, wie er in seinen Interviews verlauten lässt. Das Album beginnt mit der ausgesprochen infektiösen Nummer „Adorn“. Ein Spitzensong, welcher auch Wochen lang die R&B- und Hip-Hop-Charts toppte.
Der junge Musiker liefert ein sehr melancholisch-romantisches Album ab, welches sehr experimentierfreudig und innovativ daherkommt. Das Album ist kohärent und hat einen roten Faden, es spielt sich wie ein richtiges Album, nicht wie eine Zusammenstellung von einigen aktuellen Songs. Man bildet sich ein in seiner allzu wohlklingenden Stimme unglaublich viel Schmerz und Leidenschaft heraushören zu können. Dies verschafft jeder seiner Kompositionen immer eine besondere unwiderstehliche Note, denn zugegebenermaßen manche Songs wirken alleine, ohne den Kontext des Gesamtwerks fast schon langweilig, gar monoton.
Auf den Standout-Tracks wie „How Many Drinks“, „Arch & Point“ oder „Don’t Look Back“ ist dies jedoch garantiert nicht der Fall. Im großen und ganzen, ein sehr solides modernes Soulalbum. Mit Gastbeiträgen von Alicia Keys und auch Wiz Khalifa auf der iTunes-Version. Ein Probehören ist es auf jeden Fall wert. 4 von 5 Bewertungseinheiten.

Künstler: Miguel | Album: Kaleidoscope Dream | Label:RCA | VÖ: 19. Oktober 2012

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Malcolm Ohanwe moderiert sein eigenes Format "MalcolmMusic", wo er das Who-is-Who der Genres R&B, Afrobeat, und Hip-Hop interviewt.

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