Musikfans geben immer mehr Geld für Kopfhörer aus

Absatz und Umsatz von Kopfhörern in Deutschland 2008 bis 2013
Absatz und Umsatz von Kopfhörern in Deutschland 2008 bis 2013

Mit Kopfhörern lässt sich nicht nur Musik hören, sondern sie ermöglichen beispielsweise auch das Fernsehen, wenn andere Personen im Raum sind, die nicht mitgucken und deshalb den TV-Ton nicht hören sollen. Außerdem sind ins Ohr gesteckte Kopfhörer ein prima Mittel, um sich vor aufgedrängten Gesprächen zu schützen. Dafür muss man nicht einmal etwas über die Kopfhörer hören, sondern sie nur im Ohr stecken bzw. auf den Ohren sitzen haben.

Meistens geht es aber doch um Musik, wenn Kopfhörer aufgesetzt werden. Und das passiert in Deutschland mehr denn je. Wie aktuelle Daten zeigen, werden in Deutschland immer mehr Kopfhörer gekauft. Es gibt allerdings auch immer mehr Endgeräte, mit denen sie benutzt werden können. Zudem lassen sich die Musikfans ihre Kopfhörer eines kosten.

Die gfu schreibt diese Woche in einer Pressemitteilung zu diesem Thema:

>>Die Lieblingsmusik ist überall dabei und Videos werden zunehmend auch unterwegs gesehen. Ein wichtiges Utensil ist dabei der Kopfhörer. Einerseits gibt er die Wunschtitel exklusiv wieder, ohne das Umfeld zu stören. Andererseits ermöglichen hochwertige Kopfhörer auch den störungsfreien Musikgenuss, indem sie vor Umfeld-Geräuschen schützen, beispielsweise bei Flugreisen. Die stetig steigende mobile Mediennutzung, zu der ein Kopfhörer unabdingbar ist, sorgt entsprechend für ein wachsendes und umsatzträchtiges Segment der Consumer Electronics. Egal, ob MP3-Player, Videoplayer, Smartphone oder Tablet-PC, ein Kopfhörer gehört dazu.

Die Produktvielfalt der Kopfhörer ist mittlerweile riesig: Vom einfachen „Ohrstöpsel“ für unter zehn Euro bis zum High Tech-Headphone für mehrere hundert Euro ist alles im Angebot. In-Ear-Phones lassen sich individuell an die Ohrmuschel anpassen. Besonders hochwertige Modelle arbeiten sogar mit mehreren eingebauten Schallwandlern, die auf unterschiedliche Frequenzbereiche spezialisiert sind – ähnlich wie HiFi-Lautsprecher. Extra leichte Kopfhörer lassen eine mehrstündige Nutzung ohne Druckstellen zu und die Designer machen selbst die kleinsten Produkte zum Schmuckstück. Spezielle Modelle für Hard Rock-Fans sind ebenso zu haben wie Kopfhörer im Design italienischer Renn-Fahrzeuge. Dazu eine Vielzahl an Farbvarianten, die perfekt zum jeweiligen Outfit des Nutzers passen. Technisch gehören neben exzellenter Klangreproduktion so genannte Noice Cancellation-Funktionen zur Unterdrückung der Umfeld-Geräusche zum Stand der Entwicklung, sowohl bei In-Ear-Phones als auch bei großen HiFi-Kopfhörern, die das Ohr umschließen. Unter den großen Modellen zeichnet sich zudem ein interessanter Trend ab: Galten sie früher fast ausschließlich als Zubehör zur HiFi-Anlage im Wohnzimmer, so erobern sie heute auch die Straße. Die Hersteller haben sich darauf eingestellt: Fast alle neuen HiFi-Hörer sind mit ihren elektrischen Werten so ausgelegt, dass sie auch an mobilen Musikplayern oder Smartphones mit kräftigem Sound aufspielen.

Die Beliebtheit von Kopfhörern lässt sich mit Absatz- und Umsatzzahlen hinterlegen: Über elf Millionen Stück wurden 2012 in Deutschland abgesetzt. Das Umsatzvolumen lag bei 306 Millionen Euro. „Das Marktsegment der Kopfhörer wird 2013 weiter wachsen. Wir rechnen mit einer Absatzsteigerung von mehr als sieben Prozent auf rund zwölf Millionen Stück und einem Umsatzwachstum von 15 Prozent auf über 350 Millionen Euro. Das höhere Umsatzwachstum zeigt, dass die Nutzer mehr Wert auf höherwertige Produkte legen, sie werden anspruchsvoller“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu – Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Frankfurt.<<

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