Die ghanaisch-britische Rap-Legende Sway, bürgerlich Derek Andrew Safo, ist im Alter von nur 44 Jahren in seinem Haus in Ghana gestorben. Wie BBC und HipHop.de berichten, wurde sein Tod aus dem direkten Umfeld bestätigt, die Todesursache ist bislang unklar.

Sway gehörte zu den prägenden Figuren des britischen Hip-Hop und war einer der ersten Rapper, die den Weg für die heutige UK-Rap- und Grime-Szene ebneten. Geboren am 5. September 1982 in Hornsey, Nord-London, wuchs er als Sohn ghanaischer Eltern auf und begann bereits mit 15 Jahren, Beats zu produzieren und Mixtapes aufzunehmen. Seine frühen Veröffentlichungen This Is My Promo Vol. 1 & 2 fanden über Piratensender den Weg zu BBC 1Xtra und machten ihn zu einem Underground-Geheimtipp.
Seinen großen Durchbruch feierte Sway 2005, als er als erster unabhängiger Künstler den renommierten MOBO Award als Best Hip-Hop Act gewann – noch bevor er ein offizielles Album veröffentlicht hatte. Sein Debütalbum This Is My Demo (2006) erhielt Kritikerlob, brachte mit „Little Derek“ einen UK-Top-40-Hit und machte ihn zum ersten britischen Rapper, der einen BET Hip Hop Award gewann.
In den folgenden Jahren arbeitete Sway mit internationalen Stars wie Akon, Ed Sheeran, Lupe Fiasco, Flux Pavilion und Kano zusammen. Sein größter kommerzieller Erfolg kam 2011 mit „Still Speedin’“, gefolgt von „Level Up“ (2012), das Platz 8 der UK-Charts erreichte.
Neben seiner eigenen Karriere war Sway ein bedeutender Förderer junger Talente. Er gründete das Label Dcypha Productions, signte unter anderem KSI und unterstützte früh die Karriere von Ed Sheeran, mit dem er an der EP No. 5 Collaborations Project arbeitete.
Sways musikalische Vielseitigkeit – zwischen Grime, Club-Tracks und introspektivem Hip-Hop – machte ihn zu einer einzigartigen Stimme der britischen Szene. Trotz gesundheitlicher Rückschläge, darunter eine Lymphom-Diagnose 2010, kehrte er immer wieder zur Musik zurück und blieb bis zuletzt aktiv.
Die britische und internationale Hip-Hop-Community trauert um einen Künstler, der nicht nur musikalisch Maßstäbe setzte, sondern auch als Mentor und Produzent Generationen prägte. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke – und ein Vermächtnis, das weit über seine Hits hinausreicht. | mit KI
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