Ed Sheeran in Philadelphia: Proteste, verlorene Vorbands und wachsender Druck nach Macklemore‑Eklat

Die Kontroverse um Macklemores Rauswurf aus Ed Sheerans US‑Loop‑Tour erreicht in Philadelphia einen neuen Höhepunkt: Laut TMZ plant eine lokale Pro‑Palästina‑Gruppe Proteste vor dem Konzert, um auf die politische Dimension des Falls aufmerksam zu machen. Der Konflikt hatte bereits massive Folgen für die Tour – Ed Sheeran verlor sämtliche Vorbands, nachdem mehrere Acts aus Solidarität mit Macklemore ausgestiegen waren.

Farbige Kohlezeichnung von Ed Sheeran (Ki-Art)
Farbige Kohlezeichnung von Ed Sheeran (Ki-Art)

Macklemore war nach seinen „Free Palestine“-Aussagen bei zwei Shows in New Jersey von Promotern und Venues aus dem Tourplan gestrichen worden. Ed Sheeran betonte mehrfach, die Entscheidung sei nicht von ihm getroffen worden, sondern von Stadionbetreibern und dem US‑Promoter Messina Touring Group. Die Lage eskalierte, als mehrere Künstler – darunter Lukas Graham, Aaron Rowe, Beoga und Finneas – ihre Teilnahme an der Tour zurückzogen. Sie warfen den beteiligten Venues vor, Macklemore zu „silencen“ und politische Statements zu unterdrücken. PhillyVoice. Opening acts drop out of Ed Sheeran’s show in Philly in protest of Macklemore being booted from the tour

Die Proteste in Philadelphia richten sich nun gegen genau diese Dynamik: Aktivist*innen kritisieren, dass Macklemore für seine pro‑palästinensische Haltung bestraft werde, während Sheeran in die politische Debatte hineingezogen werde, obwohl er sich öffentlich von politischer Positionierung auf der Bühne distanziert.

Parallel dazu verlor Sheeran laut US‑Medien zeitweise rund 200.000 Social‑Media‑Follower – ein Zeichen dafür, wie stark der Konflikt polarisiert und wie sehr Fans und Öffentlichkeit auf die Entwicklungen reagieren. (Diese Angabe basiert auf der allgemeinen Berichterstattung; konkrete Zahlen wurden in den zitierten Quellen nicht genannt.)

Die Philadelphia‑Show wird damit zu einem Brennpunkt der Debatte: Zwischen politischem Aktivismus, wirtschaftlichem Druck der Venues und der Frage, wie viel Haltung Popstars auf der Bühne zeigen dürfen oder müssen. | mit Ki

Über Jörg Wachsmuth 3724 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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