Tone Capone, geboren als Anthony Douglas Gilmour in Berkeley und aufgewachsen in North Oakland, ist im Alter von 59 Jahren verstorben. Die Familie bestätigte seinen Tod am Sonntag, die Ursache wurde bislang nicht öffentlich gemacht. Capone lebte seit 2021 im Raum Las Vegas.

Als Produzent prägte Capone den mobb music-Sound der Bay Area entscheidend mit. Sein größter Erfolg, „I Got 5 On It“ von den Luniz (1995), wurde zu einem globalen Hit, erreichte die Top 10 der Billboard Hot 100 und entwickelte sich zu einem zeitlosen Klassiker, der in Clubs, Filmen, Werbungen und Samples immer wieder auftauchte. Jordan Peele verlieh dem Track im Film Us 2019 eine neue, düstere Popularität.
Doch Capones Werk ging weit über diesen Signature-Hit hinaus. Er produzierte zentrale Songs für Mac Dre, E-40, Celly Cel, 3X Krazy, Dru Down, The Jacka, Conscious Daughters und viele weitere Artists der Westküste. Zu seinen bekanntesten Produktionen zählen „It’s Goin’ Down“, „Keep It on the Real“, „Fire“ und „Not My Job“.
Sein Einfluss reichte zudem bis nach Houston: Über die Zusammenarbeit mit Seagram und Mike Dean kam Capone zu Scarface, mit dem er an dessen Album The Untouchable arbeitete. Besonders hervorzuheben ist seine Co-Produktion von „Smile“, Scarfaces ikonischer Kollaboration mit Tupac Shakur – ein Meilenstein des Rap der 1990er Jahre. Scarface selbst nannte Capone später in einer Reihe mit Produzenten wie Dr. Dre und Timbaland.
Tone Capone hinterlässt ein Werk, das die DNA des Bay-Area-Rap entscheidend geprägt hat und bis heute nachhallt. Seine Beats, tief verwurzelt in Funk und Soul, bleiben ein Fundament des Westcoast-Sounds. | mit KI
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