Kanye West will Gerichtsprozess verschieben: Russland-Konzerte und Milo Yiannopoulos als Begründung

rap2soul | Kanye West, der inzwischen offiziell unter dem Namen Ye auftritt, hat beantragt, einen bevorstehenden Zivilprozess wegen Diskriminierung deutlich zu verschieben. Laut einem Bericht von TMZ argumentiert das Team des Rappers, dass sowohl seine geplanten Auftritte in Russland als auch die jüngste Abschiebung seines Vertrauten Milo Yiannopoulos eine angemessene Vorbereitung auf den Prozess erschweren.

Farbige Kohlezeichnung von Kanye West (KI-Art)
Farbige Kohlezeichnung von Kanye West (KI-Art)

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Klage des ehemaligen Sicherheitsmitarbeiters Benjamin Provo. Der frühere Angestellte der Donda Academy wirft West Diskriminierung während seiner Beschäftigung vor. Nach Angaben von Wests Anwälten sind wichtige Punkte in den Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen. Sie behaupten zudem, dass es bei Zeugenaussagen und der Dokumentenbeschaffung wiederholt zu Verzögerungen gekommen sei.

Der Prozess soll derzeit am 12. Oktober 2026 beginnen. Genau in diesem Zeitraum plant Ye laut Gerichtsunterlagen eine Reise nach Russland, wo Konzerte am 10. und 11. Oktober vorgesehen sind. Allerdings ist unklar, ob die Shows tatsächlich stattfinden werden. Die ursprünglich vorgesehene Gazprom Arena in St. Petersburg erklärte bereits im August, dass kein gültiger Vertrag für die Nutzung des Stadions existiere. Der Veranstalter bemüht sich derzeit um eine alternative Lösung.

Ein weiterer zentraler Punkt des Antrags betrifft Milo Yiannopoulos. Wests Anwälte führen an, dass Yiannopoulos über wichtige Kenntnisse zu den Vorwürfen verfüge, derzeit jedoch nach seiner Abschiebung aus den USA nicht ohne Weiteres für die Prozessvorbereitung zur Verfügung stehe.

Ye fordert daher, den Verhandlungstermin auf den 17. Mai 2027 oder einen anderen geeigneten Zeitpunkt zu verlegen. Ob das Gericht dem Antrag zustimmt, ist bislang offen. Bis zu einer Entscheidung bleibt der Prozessstart am 12. Oktober bestehen.

Quellen: TMZ, Yahoo Entertainment, The Guardian. | mit Ki

Über Jörg Wachsmuth 3757 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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