Manuellsen macht ernst: Aus dem Meme wird eine Marke – „Schokoellsen“ kommt

Manuellsen hat es offiziell bestätigt: Schokoellsen ist kein Gag, kein TikTok-Meme, kein spontaner Ausraster – sondern ein echtes Produkt mit echtem Business-Plan. In einem Livestream präsentierte der Ruhrpott-Rapper erstmals die fertige Schokolade, probierte sie vor laufender Kamera und erklärte mit sichtbarer Genugtuung, dass „der Shit einfach real“ sei. Damit kontert er nicht nur monatelangen Spott, sondern verwandelt eine rassistische Beleidigung in ein selbstbewusstes Markenprojekt.

Manuellsen in Kohle Kunst von der KI (KI-Bild)
Manuellsen in Kohle Kunst von der KI (KI-Bild)

Der Launch kommt nicht aus dem Nichts. Bereits zuvor hatte Manuellsen gemeinsam mit BilalGold den Lebensmittel-Discounter Shopellsen angekündigt, der klassische Produkte zu extrem günstigen Preisen anbieten soll. Die Shopellsen-Seite wurde inzwischen in Schokoellsen umbenannt – ein klarer Hinweis darauf, dass die Schokoladenmarke nun Priorität hat. Laut Livestream laufen die Bestellungen bereits „LKW-weise“ ein, organisiert über BilalGold, der als Administrator fungiert. Manuellsen kündigt internationalen Versand an: Deutschland, Schweiz, Finnland, sogar Ghana – alles soll beliefert werden.

Bemerkenswert ist die Entstehungsgeschichte: Der Begriff „Schokoellsen“ verbreitete sich ursprünglich als rassistisches TikTok-Meme. Statt sich davon brechen zu lassen, dreht Manuellsen das Narrativ und macht aus Hass ein Geschäftsmodell. Das ist nicht nur ein Marketing-Coup, sondern ein Statement gegen Rassismus – und ein Beispiel dafür, wie Künstler negative Energie in unternehmerische Stärke verwandeln können.

Mit „Schokoellsen“ reiht Manuellsen ein weiteres Projekt in seine wachsende Business-Liste ein. Der Rapper, der sich zunehmend aus dem Musik-Rampenschein zurückziehen will, baut damit seine Rolle als Unternehmer weiter aus. Aus einem Meme wird eine Marke – und aus Spott wird Schokolade mit globalem Anspruch. | mit Ki

Über Jörg Wachsmuth 3709 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und später als Moderator von Radio BHeins in Potsdam (2015 - 2018). Aktuell ist er Chef und Morgenmoderator bei PELI ONE - Dein neues Urban Music Radio. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

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