Rapper N.O.R.E. (Victor Santiago) sieht sich mit einer schweren Klage konfrontiert: Carmen Bryan, Autorin, Unternehmerin und Mutter von Nas’ Tochter Destiny Jones, wirft ihm vor, sie im Jahr 1999 in einem Manhattan‑Nachtclub sexuell angegriffen zu haben. Die Klage wurde am 9. September 2026 in New York eingereicht und stützt sich auf den Victims of Gender-Motivated Violence Protection Act.

Bryan beschreibt laut den von Rolling Stone eingesehenen Dokumenten eine Situation, in der ein „sichtbar betrunkener“ N.O.R.E. sie inmitten eines überfüllten Clubs körperlich überwältigt und „nicht-einvernehmliche digitale Penetration“ vorgenommen habe. Erst andere Gäste hätten ihn von ihr wegziehen können. Bryan sei anschließend weinend geflohen, während N.O.R.E. ihr gefolgt sei und sie mit anzüglichen Kommentaren belästigt habe. Erst unter Straßenlaternen habe er sie erkannt und sich entschuldigt – mit der Bemerkung, er habe nicht gewusst, dass sie die Partnerin von Nas sei.
Die Klage beschreibt zudem zwei spätere Entschuldigungsversuche: einmal direkt nach dem Clubvorfall und ein weiteres Mal bei einer Geburtstags- und Father’s-Day‑Feier für Destiny Jones. Bryan habe den Vorfall damals nur wenigen Personen anvertraut, darunter Jay‑Z, der laut Klage zunächst erwog, N.O.R.E. zur Rede zu stellen, dies aber aus Sorge vor öffentlicher Eskalation unterließ.
Bryans Entscheidung, nach über 25 Jahren rechtliche Schritte einzuleiten, sei durch die Klage von Cassie Ventura gegen Diddy ausgelöst worden, die alte Erinnerungen wachgerufen habe. Ihr Anwalt betont, dass die Klage nicht nur der persönlichen Aufarbeitung diene, sondern auch die „Kultur der Entitlement und Misogynoir“ im Hip-Hop der 1990er Jahre adressieren solle. N.O.R.E. selbst hat bislang nicht öffentlich Stellung genommen. | mit KI
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