Joe Jackson verstroben

Joseph Jackson & rap2soul-Chefredakteur Jörg Wachsmuth (Foto: Jo Berghammer)

Ich habe ihn getroffen, in Berlin. Joe Jackson, der Vater der Jackson 5, ein Stahlarbeiter und Kranführer aus Gary der seine Kinder zu Stars macht und den Weg ebnet für den größten Künstler der Black Music den es je gab, sein Sohn Michael, der King of Pop, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. 

In Berlin wollte er vor gut 12 Jahren sein Studio 54 etablieren und ein Filmstudio in der Goerzallee aufbauen. Er feierte seinen Geburtstag nicht im Schloß Charlottenburg sondern im Estrel mit einer Kopie seines berühmten Sohnes.

Damals wirkte das Familienoberhaupt schon einsam. Vielleicht auch, weil in der Familie nicht alles rund und glatt lief. Weil er doch seine Kinder zum Erfolg peitschte, im wahrsten Sinne des Wortes.  Joe Jackson reiste oft nach Deutschland, hatte hier viele Freunde.

Bei der Trauerfeier zum Tod von Michael 2009 war der Clan vollständig. Die Söhne aber auch die Töchter Janet und LaToya. Wie Spiegel.de schreibt: Soul, das war Ende der Sechziger ein Aufstiegsversprechen, Joe Jackson nutzte es rigoros: „I Want You Back“, „ABC“ und „I’ll Be There“ wurden durch seinen Druck bei Motown zu Hit-Singles und die Brüder Tito, Jackie, Jermaine, Marlon und Michael zum Schwarm aller Teenager.

Joseph Walter Jackson wurde am 26. Juli 1928 geboren, war seit 1949 mit Katherine verheirtet.  Er war Vater von insgesamt elf Kindern, davon zehn mit seiner Ehefrau. Neben den Kindern sangen auch die Enkel als 3T.

Ab 2012 zog sich der Musikmanager Joe Jackson immer mehr zurück. Am 27. Juni 2018 verstarb er im Alter von 89 Jahren in Las Vegas an einem Krebsleiden.

 

Über Jörg Wachsmuth 723 Artikel
Jörg Wachsmuth gehört zu den beiden Gründern von rap2soul. Er ist Chefredakteur des Portals. Wachsmuth gehörte zur OffAir-Crew von Kiss FM Berlin, war von 1994 bis 2005 Moderator und Redakteur bei Radio Jam FM und ist aktuell Moderator von Radio BHeins in Potsdam. Der ausgebildete PR-Berater und Journalist ist auch Mitglied der Jury 25 "Soul, R&B und Hip Hop" beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.

1 Kommentar

  1. Lieber Jörg,
    ich war auch dabei und es war nicht zu seinem Geburtstag sondern der 22.01.2005. Der Ort war das Fahrgastschiff des Esplanade. Der Rest stimmt so und es war ein Erlebnis. Mit besten Grüßen Björn

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